Basler Filmfestival ehrt Schweizer Filmpioniere

Basler Filmfestival ehrt Schweizer Filmpioniere

Das «Bildrausch Filmfest» widmet Reni Martens und Walter Marti eine Retrospektive, die das über 40-jährige Dokfilm-Schaffen des Autorenpaars zeigt.

© Bildrausch Filmfest Basel

© Bildrausch Filmfest Basel

© Bildrausch Filmfest Basel

 

Es passt irgendwie, dass sich Reni Martens und Walter Marti in einem Debattierklub kennengelernt haben (der notabene von der in Zürich geborenen Martens gegründet worden war). Denn die rund 20 Dokumentarfilme, die die beiden vor 20 Jahren verstorbenen Filmemacher zusammen realisiert haben, haben oft auch eine Reaktion provoziert. Empörung, Anteilnahme, Verwunderung, – aber auch künstlerisch geprägt, kam das Porträt über einen Schweizer Gärtner doch ganz ohne Sprache aus.

Das Werk von 1980 ist einer von vier Dokumentarfilmen, die das «Bildrausch Filmfest» in Basel zeigt. Dazu gehören das Langfilmdebüt «Ursula oder das unwerte Leben» von 1966 über ein gehörloses und mit einer geistigen Behinderung lebendes Mädchen, das von seiner Ziehmutter fürsorglich betreut wird. Oder «Die Selbstzerstörung des Walter M. Diggelmann» über den gleichnamigen Schriftsteller. Und «Requiem» von 1993, eine Reise zu den Soldatenfriedhöfen Europas. Auch ein Kurzfilmprogramm von Reni Martens und Walter Marti ist zu sehen. Anlässlich der Filmvorführungen sind mehrere Weggefährten anwesend, beispielsweise Rolf Lyssy, Fredi M. Murer oder Erich Langjahr.

Die Ko-Leiter des Filmfestivals, Nicole Reinhard und Beat Schneider, sagen über die Retrospektive: «Bildrausch holt ein radikales und unangepasstes, ein klarsichtiges, poetisches und zutiefst humanistisches Werk zurück auf die Leinwand, das zu Unrecht in Vergessenheit geriet.»

Bildrausch Filmfest Basel, 19. bis 23. Juni, Stadtkino Basel und Kultkino Atelier. Infos, Programm und Vorverkauf: Opens external link in new windowwww.bildrausch-basel.ch

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