Schweizer Durchbruch in der Laktoseforschung

Schweizer Durchbruch in der Laktoseforschung

Forschende aus Bern und Lausanne haben zwei neue Substanzen entdeckt, dank denen sich in Zukunft mit einfachen Schnelltests eine Laktoseintoleranz nachweisen lässt.

© Foto von Rainier Ridao auf Unsplash

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Wer das Enzym Laktose nicht im Körper produzieren kann, verträgt keine Milch. In der Schweiz ist dies jede fünfte Person, in Dänemark sind es 19 von 20 Personen, und in China etwa jeder siebte Mensch. Die Fähigkeit verschwindet normalerweise nach der Kindheit, wie Agroscope, die Schweizer Forschung für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt, in einer Medienmitteilung schreibt.

 

Forschende von Agroscope in Bern und dem Universitätsspital Lausanne haben nun in einer Studie einen Durchbruch in der Laktoseforschung erzielt. Sie konnten anhand von Blut- und Urinproben bei 14 Studienteilnehmenden zwei neue Substanzen nachweisen: Galactitol und Galactonat. Es handle sich dabei um Derivate von Galaktose, einem Kohlenhydrat, das im Dünndarm mittels Laktase aus Laktose produziert werde, schreibt Agroscope. Mit diesen beiden Molekülen kann man in Zukunft direkt aufzeigen, ob jemand an einer Laktoseintoleranz leidet. Etwa mittels Selbsttests. Die Methode ist zur Patentierung angemeldet worden.

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